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Wer kennt das nicht, die nächste Tauchreise ist in weiter Ferne und man möchte einfach mal wieder ein wenig Druck auf die Birne bekommen. Da ist es hilfreich, ein nettes Gewässer in der Nähe zu wissen.
Rund um München gibt es ein paar ganz nette Tauchgewässer, aber leider sind die gerade am Wochenende häufig überlaufen. Richtig gute Stellen gibt es wenige und so ist es nicht verwunderlich, dass diese Gewässer dann schnell wegen Überfüllung geschlossen werden – zumindest sollten. Denn nicht selten stapeln sich die Taucher geradezu am Einstieg und unter Wasser ist so gut wie nichts zu sehen. Entweder ist der Grund so aufgewühlt, dass es kaum mehr lohnt die Kamera im Schlepptauch zu haben oder es sind so viele Taucher unter der Oberfläche, dass man sich am Stachus wähnt.
Da ist es doch ein Segen, dass es noch Gewässer gibt, die selbst am Wochenende nicht trockenen Fußes zu überqueren sind, da Taucher einen Neoteppich über die Oberfläche legen. Im Allgäu gibt es so einen „Schatz“. Das D.Loch. Der kleine Weiher hat einen Privatpächter, der selbst ein alter Hase aus dem Tauchsport ist. Er kennt seine Pappenheimer und hat schon genug Erfahrung mit ihnen. Nicht immer gute, deshalb gilt ein striktes Limit an Tauchern im See. An den Wochenenden liegt das variabel bei maximal 20 Tauchern. Manchmal lässt Ernst Pietsch auch weniger hinein. Man muss ihn anrufen und eine Genehmigung mit ihm vereinbaren.

D-Loch Weiher im Allgäu

Hat man diese von ihm erhalten, erklärt er einem wie man an den See gelangt. Von oben ist der See noch ganz schön unscheinbar, da sehr klein, doch unter Wasser geht hier die Post ab. Ernst hat über die Jahre dutzende Störe, Forellen, Karpfen und andere Fische eingesetzt. Die Tiere sind Tauchern gegenüber sehr zutraulich und man hat unendlich Gelegenheit sie in Ruhe zu bewundern, zu filmen oder zu fotografieren. Nur Geduld und Ruhe sollte man mitbringen. Je weniger man sich bewegt, desto näher kommen sie zu einem. Ihnen nachzuschwimmen bringt wenig, denn die Tiere sind unglaublich flink, wenn sie sich bedroht fühlen.

 

Aber auch der See selbst hat es in sich. Obwohl nur wenige Meter tief, gibt es viel zu entdecken. Eine versunkene Kutsche, ein schwimmender Baumstamm, eine gemütliche Sitzecke mit genügend Vergnügungsgetränken, ein Ruderboot und noch so manch anderer Schatz findet sich, wenn man mit etwas Zeit durch den See paddelt. Viel Luft verbraucht man ja nicht, nur die Wasserpflanzen sollte man umschwimmen, denn all zu schnell verheddert man sich und reißt sie aus. Muss ja nicht sein. Im Korallenriff bricht man ja auch keine Korallen ab!

Tisch im D.Loch im Allgäu

 

Es lohnt ein wenig Zeit mitzubringen, denn auch nach dem Tauchgang heißt es den schönen Platz zu genießen, denn Ernst hat vorgesorgt und eine gemütliche Grillecke eingerichtet. Wer seinen Müll wieder mitnimmt und alles ordentlich und wie vorgefunden hinterlässt, ist auch gerne wieder gesehen. Sigi, der Stör würde jetzt sagen: „aber bitte mit ein paar Leckerlis“. Fischfutter gibt es in

jedem Baumarkt zu kaufen und Sigi und seine Kumpels freuen sich darüber!

Kurznasenstör im Süsswasser, D.Loch, Allgäu,

 

 

 

 

Wie Sigis Welt aussieht, hat meine Tochter Lucie für Euch geschnitten. Das Ergebnis findet ihr hier:
Youtube Video vom D.Loch

 

…. und wer weiß, vielleicht treffen wir uns ja dort mal zu einem gemeinsamen Tauchgang!

Euer Gerald

Anmeldung und Genehmigung erhält man von Ernst Pietsch (08395/910249) oder per Mail (grottadiver@aol.com). Die Tauchgenehmigung ist gebührenpflichtig.

Stör im D-Loch