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Haitauchen ist vermutlich eines der Dinge, die fast jeder Taucher in seinem Leben mindestens einmal gemacht haben möchte. Ich habe viele Jahre rund um die Welt getaucht und viele Haiplätze gesehen. So manch eine „Fütterung“ mitgemacht und doch nie wirklich den perfekten Platz gefunden. Jetzt geht es hinaus auf die „Tigerbank“ vor den Bahamas. Das kleine Boot mit 10 Gästen startet von West Palm Beach an der Küste Floridas hinüber zu den Bahamas. Normalerweise dauert die Überfahrt gute fünf Stunden. Heute ist die See rau und wir sind mehr als sieben Stunden unterwegs. Kaum einer an Bord behält das Abendessen bei sich. Ob das wohl die Haie anlocken hilft?

Streicheleinheiten am Tiger – Galeocerdo cuvier

 

 

 

Der nächste Morgen bringt ruhige See und strahlenden Sonnenschein mit sich. Perfekt zum Fotografieren. Nachdem die „Köderbox“ für die Fische ausgelegt ist, geht es ins Wasser. Gar nicht so leicht, den inneren Schweinehund zu überwinden und ins Wasser zu springen, wenn gut 50 Riff- und Zitronenhaie rund um die Plattform kreisen. Blake, unser Guide macht es vor und taucht auf den hier nur rund fünf Meter tiefen Grund ab. Nach und nach folgen die Mitreisenden, bevor auch ich bewaffnet mit Kamera über den Rand der Plattform rutsche.

Küsschen für den Papa – Jim in Aktion

 

 

Überall um mich herum wimmelt es nur so von Haien. Ein ganz schön mulmiges Gefühl diese gar nicht so kleinen Raubfische um sich und speziell im Rücken zu wissen. Nach wenigen Sekunden bin ich am Grund und reihe mich ein in die Kette der Taucher rund um die Köderbox. Wie im Briefing erklärt, knien wir Rücken an Rücken mit dem unserem Buddy und beobachten die gut zwei Meter langen Zitronenhaie, die in zwei Dutzend und mehr um uns kreisen. Die kleineren Riffhaie, die nur gut einen Meter haben, registriere ich kaum. Da taucht der erste Tigerhai auf. Wow, wie gewaltig ist das Tier wohl? Ich schätze gute vier Meter. Der Guide agiert an der Köderbox und das Tigerhai-Weibchen lässt sich an der Schnauze von ihm streicheln. Sie scheint es zu genießen, den sie verharrt wie in Schockstarre.

Get together

 

Wir verbringen mehrere Stunden über drei Tage hier. Der Highlighttauchgang ist am zweiten Tag. Ich zähle in einer 360 Grad Drehung um meine Achse elf Tigerhaie in Sichtweite, gut 50 Zitronen- und Riffhaie. Wow, dass nenne ich Haitauchen. Gut dass ich mich ganz auf das Fotografieren konzentrieren kann, denn mein Buddy hält mir den Rücken frei.

 

 

Ein Erlebnis der Extraklasse. Nur schade, dass wir keine der gewaltigen großen Hammerhaie zu Gesicht bekommen. Die sind normalerweise auch immer wieder hier, doch diesmal wohl an einem anderen Platz. Aber das ist ein Grund wieder zu kommen. Dann aber hoffentlich ohne diese heftige Überfahrt. Die Auswirkungen hat unser Guide noch unter Wasser zu sehen bekommen. Gott sei Dank kann man auch durch den Automaten Fische füttern.

Zitronensüppchen

 

 

Überlebt

 

Meeeeer über die Haie: www.Gerald-Nowak.de

Meeeeer über diese Tour: www.waterworld.at