Seite auswählen
Die Mikhail Lermontov läuft am 31. Dezember 1970 in Wismar vom Stapel und wird von der Baltische Reederei als Kreuzfahrtschiff zuerst in Europa und Amerika und später weltweit eingesetzt. Sie hat ein stolzes Maß mit ihren 176 Metern Länge, 23 Metern Breite, acht Decks und einen Tiefgang von acht Metern. Dieser Tiefgang wird ihr am 16. Februar 1986 um 17.38 Uhr am Cape Jackson zum Verhängnis. Als das Schiff bereits im offenen Meer außerhalb des Lotsenbereichs von Picton ist, verlässt der Ablöserkapitän W. Worobjow die Brücke und überlässt das Schiff seinem ersten Offizier. Der zuständige Lotse ist noch an Bord und überredet den ersten Offizier zu einer Kursänderung. Er will den Passagieren eine spektakuläre Durchfahrt bieten und lotst das Schiff zwischen Cape Jackson und dem vorgelagerten Leuchtturm bei Walker Rock hindurch. Der verantwortliche Erste Offizier kennt die Gewässer nicht und lässt den Lotsen gewähren. Beim Passieren dieser Engstelle läuft das Kreuzfahrschiff auf einen Unterwasserfelsen und wird stark beschädigt. Der herbeieilende Kapitän versucht das Schiff noch in der nahegelegenen Bucht von Port Gore auf Grund zu setzen, was jedoch durch den Ausfall der Maschinen misslingt. Antriebslos treibt der Kreuzfahrer in der Bucht. Der Kapitän ordnet die Evakuierung an. Herbeigeeilte Schiffe übernehmen die Passagiere, die alle überleben. Jedoch verliert ein Besatzungsmitglied sein leben, als um kurz vor 23 Uhr das Schiff mitten in der Bucht versinkt. Seither liegt es auf der Steuerbordseite in 35 Meter Tiefe auf Grund.
Gemeinsam mit Brent McFadden, dem Gründer von GoDive geht es von seiner Port Gore Lodge hinaus zum Wrack. Monika Wyvill, die mit ihrem Mann Shaun, die Tauchbasis 2017 übernommen hat, ist auch mit dabei. Sie führt den ersten Tauchgang, der über die Backbord-Seite des Schiffes zum Pool am Heck führt. Die Sicht liegt bei ca. 5-8 Meter, was für die Bucht hier ganz ordentlich ist. „Last week we had almost 20 Meters. More we never have“, Brent wird den zweiten Tauchgang führen, der durch die oberen Etagen führt. Hier ist die Sicht deutlich besser. Aber dafür ist die Nullzeit um so schneller vorüber und bereits nach 35 Minuten heißt es zurück zu Oberfläche. Ich kann es kaum glauben, aber es gibt so viel zu sehen, was bedeutet, ich muss wiederkommen, um weitere Teile des Schiffes zu erkunden. „If you really like to see the hole ship, you need years“, Brent grinst. Jetzt weiß ich, warum er bereits seit fast 30 Jahren hier taucht.

Bei uns geht es weiter Richtung Süden. Der Milford Sound ist das nächste Tauchziel auf der Reise. Hierher in den Marlborough Sound komme ich vermutlich erst bei der geplanten Gruppen-Tauchreise 2021……., natürlich dann auch mit GoDive Marlborough (https://godive.co.nz/)